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Robert Helder Warum und wie wir Orgeln restaurieren
Het ORGEL 114 (2018), nr. 4, 23-29 [Zusammenfassung]



In diesem Artikel wird der Fragestellung nachgegangen, mit welchen Zielen Denkmalorgeln restauriert werden und welche Maßstäbe dafür gelten. Bereits 1931 wurde durch einen internationalen Kongress von Architekten und Baufachleuten die Charta von Athen aufgestellt. Darin wird Aufmerksamkeit für die Belange von kulturellem Erbgut gefordert und für eine weltweite Denkmalpflege plädoyiert. Diesem Kongress folgten weitere 1957 in Paris und 1964 in Venedig. Dort einigte man sich über die Charta von Venedig, die noch stets als weltweiter Standard für die Restaurierung von Monumenten angesehen wird.
Es sind einige Ergänzungen zur Charta von Venedig für spezifische Kategorien von Denkmälern erschienen. So wurde 2003 die Charta von Barcelona für den Erhalt von historischen Schiffen aufgestellt. Der Inhalt schließt größtenteils an die Charta von Venedig an. Einige spezifische Bestimmungen sind auch für die Restaurierung von Orgeln interessant, da bei der Restaurierung von Schiffen ein Spannungsfeld besteht zwischen den Anforderungen für den heutigen Gebrauch und dem historischen Zustand des betreffenden Schiffes. Dasselbe Spannungsfeld kennt die Orgelrestaurierungspraktik auch.