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Victor Timmer Een zeer aftandsch instrument' (“Ein sehr hinfälliges Instrument”). Aus Groninger Kirchen verschwundene Hausorgeln (und verwandte Instrumente)
Het ORGEL 114 (2018), nr. 1, 20-33 [Zusammenfassung]



Obwohl Orgeln von Natur aus als physische Entität ein statisches Phänomen sind, bedeutet das nicht, dass sie für immer an dem Platz stehen bleiben, für den sie entworfen wurden. Nicht nur kleine Instrumente (von Portativen bis kleinen Positiven), sondern auch Orgeln von größerem Umfang haben regelmäßig den Ort gewechselt. Das ist sicher der Fall bei Hausorgeln. Obwohl die Namensgebung dieser Kategorie Instrumente bereits andeutet, dass sie ursprünglich überwiegend für eine bestimmte Zielgruppe gebaut wurden, begegnen wir ihnen doch häufig über kurze oder längere Zeit in Kirchengebäuden, manchmal direkt beim Bau, manchmal später. Dafür kann es verschiedene Gründe geben: die geringe Größe eines Kirchsaales, beschränkte finanzielle Mittel, Aufstellung als Resultat einer Stiftung, der Bedarf an einer provisorischen Lösung oder an einer kleinen Chororgel etc. So tauchen viele Hausorgeln (mit mehr oder weniger selbständiger Formgebung) in Kirchen auf, manchmal für kurze, aber auch häufig für längere Zeit. In diesem Artikel richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Provinz Groningen. Es kommen nacheinander Instrumente an die Reihe, die vorher in der Voormalige Evangelisatie in Doezum, den Hervormden Kerken zu Eppenhuizen, Kloosterburen, Leek und Overschild, der Kloosterkerk in Ter Apel, der Christelijke Gereformeerde Kerk zu Ulrum, der Hervormde Kerk zu Uitwierde und der Hervormde Kerk zu Wehe standen.



Eppenhuizen-vDoornboskas-1882



Uitwierde Foto collectie Centrum voor Religie en Erfgoed, Rijksuniversiteit Groningen