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Jaap Jan Steensma Bleikorrosion in Orgelpfeifen III. Bericht über einen Workshop 'Bleikorrosion' in Bremen
Het ORGEL 113 (2017), nr. 6, xx-xx [Zusammenfassung]



In den letzten Jahren wächst die Aufmerksamkeit für Bauteile der Orgel aus Blei, die manchmal scheinbar aus dem nichts heraus zu korrodieren beginnen. Bis heute waren Untersuchungsprojekte hauptsächlich damit beschäftigt, sich eine Übersicht über den Umfang, neue Fälle, Dringlichkeiten und Ursachen der Probleme zu verschaffen. Momentan angewendete Präventionsmaßnahmen sind das Auswaschen/Ausspülen der korrodierten Materialien, Ersatz von Material und das Lackieren von nicht korrodierten Teilen; dies alles ohne bleibende, befriedigende Lösung.
Die Amtliche Materialprüfungsanstalt, Teil der Stiftung Institut für Werkstofftechnik (Bremen), koordiniert seit 2016 ein Projekt, an dem außerdem das Arp Schnitger Institut für Orgel und Orgelbau (Teil der Hochschule für Künste Bremen) und vier Orgelbauer teilnehmen: Jürgen Ahrend Orgelbau (Leer), Gebr. Hillebrand GmbH Orgelbau KG (Isernhagen), Orgelbauwerkstatt Bartelt Immer (Norden) und Orgelbaumeister Rowan West (Altenahr).
Der offizielle Titel des Projekts lautet “Entwicklung von Maßnahmen zur Verminderung von Bleikorrosion an Orgelpfeifen aus dem 17. und 18. Jahrhundert” und läuft vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2018. Der Projektkoordinator ist Herbert Juling, vom Arp Schnitger Institut ist Koos van der Linde beim Projekt beteiligt. Am 26. September hielten Juling und Van der Linde einen Workshop “Bleikorrosion”. Dieser Artikel gibt einen Bericht darüber.