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Martin Moree Piet Post - Meister in Partiten
Het ORGEL 113 (2017), nr. 2, 33-40 [Zusammenfassung]



In den letzten Jahren wurde mehr Aufmerksamkeit der Orgelmusik aus der Periode 1940-1970 gewidmet, die als die letzte Erneuerungsperiode in der Choralmusik bezeichnet werden kann. In den vergangenen Jahren sind verschiedene Studien über Orgelkomponisten aus dieser Periode erschienen. Einer der Komponisten, der hierbei bisher zu kurz kam, ist Piet Post (1919-1979), obwohl er für Ars Nova, den bekannten Verlag von Choralmusik, sicher einer der produktivsten Komponisten gewesen ist. Um das Bild dieser Periode weiter zu vervollständigen, wird in diesem Artikel auf das Oeuvre von Post eingegangen und seine Bedeutung für die Orgelmusik der Nachkriegszeit.
Obwohl er selbst angab, anfänglich durch Jan Zwart beeinflusst zu sein, ging Post in seinen ersten Kompositionen in den 30er Jahren bereits eigene Wege. 1948 ist ein entscheidendes Jahr im Oeuvre von Piet Post. Er fängt an Kompositionen in seiner liebsten Form zu schreiben: der Partita. Bekannt wurden vor allem seine Partite diverse sopra ,,De Lofzang van Maria” und die Partite diverse sopra Ps. 101. Bis 1963 erschienen bei Ars Nova u.a. siebzehn Partiten. Es scheint, dass sich Post für diese Partiten eines strengen Rahmens bedient, wodurch es zwischen den Partiten einen großen Wiedererkennungseffekt gibt. Die Wiederverwendung von Formen und Motiven ist ein wenig der rote Faden in seinem Werk.