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Erik Zuurbier Bach in reiner Stimmung
Het ORGEL 112 (2016), nr. 6, 22-27 [Zusammenfassung]



Es sind viele Stimmungen für Orgeln gebräuchlich. Dieser Artikel behandelt die reine Stimmung, aber mit viel mehr als den gebräuchlichen zwölf Tönen pro Oktave. Dafür ist eine andere Klaviatureinteilung notwendig. Bestehende Entwürfe, z.B. die in On the Sensation of Tone von Hermann Helmholtz / Alexander Ellis sind kompliziert. Der Artikel beschreibt eine Alternative, die bei der Idee der Doppelpedalharfe ansetzt: mit nur sieben Saiten pro Oktave kann man darauf doch alle Töne spielen. Auf der neuen Klaviatur hat man für einen Ton, z.B. das E, die Auswahl aus drei oder mehr Tönen, die stets ein syntonisches Komma voneinander abweichen. Wenn Bach also ein E schreibt, muss festgelegt werden, welches E gespielt wird. Der Artikel beschreibt ein Computerprogramm, das dies tut. Das Ergebnis kann man sich auf vier Audiodateien anhören.

Triosonate, BWV 525 - Adagio
Nun komm, der Heiden Heiland, BWV 659
Fuga in g, BWV 578
Fantasia in c, BWV 562 a
Fantasia in c, BWV 562 b

Das letzte Werk ist sehr dissonant. Es verwendet 38 verschiedene Töne pro Oktave. Zum Vergleich gibt es auch eine Audiodatei der Fantasie in c in der zwölftönigen gleichschwebenden Temperatur.