Artikeln

Hester van der Male Registrierungsgewohnheiten von Samuel De Lange sr. & jr.
Het ORGEL 112 (2016), nr. 5, 26-35 [Zusammenfassung]



Wenn es um Registrierungspraxis geht, gab es im 19. Jahrhundert viel Aufmerksamkeit für Klangfarbe und Dynamik. Viele Komponisten versahen ihre Musik mit dynamischen Anweisungen und Registrierungshinweisen. So auch Vater und Sohn De Lange. Von Vater De Lange besitzen wir eine Anzahl einzigartiger Registrierungsvorschriften. Dieser Artikel gibt einen Eindruck von der Charakteristik der Registrierungspraxis von Vater und Sohn De Lange im Vergleich mit derjenigen der Zeitgenossen. Dabei kommt auch ihre Bedeutung für das Musikleben von Rotterdam an die Reihe. Es wird besprochen, für welche Instrumente die Vorschriften bestimmt waren, ebenso herrschende Klangauffassungen. An Hand der Kompositionen wird ein Bild der Registrierungsvorschriften skizziert. Vergleiche mit den Vorschriften der Zeitgenossen stellen die Anweisungen in einen größeren Zusammenhang.
Samuel De Lange sr. tritt in seinen Werken und Registrierungsvorschriften als ein echter Handwerker hervor, typisch für den durchschnittlichen Stadtorganisten des 19. Jahrhunderts. Er war wenig progressiv, aber gut auf der Höhe von Orgelbau und Orgelklang. Aus der Analyse von De Lange sr.'s Registrierungsanweisungen und dem Vergleich mit denen der Zeitgenossen wir deutlich, das seine Art zu registrieren sowohl klassische als auch typische Merkmale des 19. Jahrhunderts aufweist.
Die Registrierungsanweisungen von De Lange jr. umfassen dieselben Merkmale wie die seines Vaters, nur verwendet er den Schweller etwas häufiger. Im Großen und Ganzen erscheint der Sohn aber doch progressiver als der Vater.





Rotterdam Laurenskerk Wolferts-Orgel