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Victor Timmer Von Sønderborg bis Midwolde. Etwas über einfache Registermechaniken bei älteren Orgeln
Het ORGEL 112 (2016), nr. 4, 12-23 [Zusammenfassung]



Als Musikinstrumente haben Orgeln seit dem Mittelalter, nicht nur allein was den klanggebenden Teil ausmacht, eine vielfältige Entwicklung durchgemacht. Das gilt ebenso für die anderen Bestandteile, wie z.B. Windversorgung und Windladen, Klaviaturen und Mechaniken. In diesem Beitrag wird auf einen Teilaspekt näher eingegangen, nämlich auf den von einigen einfachen Formen von Registermechaniken. Ausgangspunkt sind Spuren von zwei übereinstimmenden Konstruktionen, angetroffen bei zwei historisch interessanten Instrumenten in Kirchen in Sønderborg (Dänemark) und Midwolde (NL). Beide Instrumente wurden in unserer Zeit rekonstruiert: in Sønderborg wurde die früher vorhandene Registermechanik (teils) wohl rekonstruiert, in Midwolde wählte man aber eine andere Lösung. Neben den Konstruktionen der Registermechaniken bei speziell diesen beiden Orgeln schauen wir auch nach einigen weiteren Beispielen von derartigen Konstruktionen und kleinen Varianten davon bei anderen früheren oder noch bestehenden Instrumenten und Instrumenten mit “anstoßenden” Systemen, bis hin zu einer Orgel, in der drei Mechaniksysteme auf einmal vorkommen. Die Übersicht macht die Kreativität der Orgelbauer deutlich, mit der sie für verschiedene Orgeln in verschiedenen Situationen eine so einfach wie mögliche Registermechanik konstruierten, von Wales bis Rumänien und von Finnland bis Südeuropa. In welchen Gebieten derartige Systeme verwendet wurden, kann man dennoch nicht flächendeckend ableiten, wie häufig dies geschah auch nicht, da im Laufe der Zeit viele Instrumente verloren gingen und wir nur von dem ausgehen können, was erhalten blieb und was aus historischen Quellen deutlich wird.
Auke H. Vlagsma: Die Orgelbauer Van Hagerbeer, Teil 4 – Schluss
Über die Familie Van Hagerbeer, die drei Orgelbauer und einen Organisten hervorgebracht hat, ist bereits viel geschrieben worden. Aber es ist noch nie eine komplette Übersicht mit der Genealogie als Hintergrund erstellt worden. In mehreren Teilen wird diese Übersicht dargestellt. Der erste Teil umfasste genealogische Angaben über den Stammvater Galtus van Hagerbeer, den Organisten Hendrik Galtus van Hagerbeer, Germer Galtus van Hagerbeer (ca. 1610-1646) und Jacobus Galtus van Hagerbeer (1622-1670). Im vorigen Teil stand das Werk von Germer Galtus im Mittelpunkt. In diesem Schlussteil wird erst noch eine Arbeit von ihm in Dordrecht beschrieben, anschließend die Arbeiten von Jacobus Galtus. Zum Abschluss dieser Serie werden verschiedene Charakteristika der Van Hagerbeer-Instrumente beschrieben.



Sønderborg Schlosskapelle. Photo: Paul Biester


Schloss Frederiksborg