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Sietze de Vries Die Restaurierung der Orgel in der St.-Maartenskerk zu Hallum
Het ORGEL 112 (2016), nr. 2, 10-15 [Zusammenfassung]


1811 lieferte Albertus van Gruisen eine neue Orgel an die St.-Maartenskerk in Hallum (Friesland). Das Instrument zählte 22 Register, verteilt auf Hauptwerk und Rückpositiv. Der Prospekt zeigt noch völlig die Charakteristika von Hinsz-Prospekten, aber es gibt auch Unterschiede, wie den Verlauf der Labien in den Zwischen- und Seitenfeldern. 1871 fand ein erheblicher Umbau der Orgel statt, ausgeführt durch Willem Hardoff. Zu den Arbeiten gehörte, dass das Instrument ein freies Pedal mit vier Registern bekam und dass die vier Keilbälge durch einen Magazinbalg ersetzt wurden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahmen die Firmen Van Dam und Bakker & Timmenga Veränderungen vor, wobei u.a. die Zusammenstellung der Füllstimmen geändert wurde und mehrere Register ersetzt wurden.
Nach und nach entstand so ein amorphes Ganzes, das in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts immer störanfälliger wurde. In seinem Bericht von 1983 stellte Jan Jongepier dann auch fest: “ Das Instrument kommt erst dann wieder vollständig zu seinem Recht, wenn alle Teile harmonisch miteinander zusammenhängen.” Das war dann auch der Ausgangspunkt der Restaurierung, die 2014 durch die Firma Bakker & Timmenga vollendet wurde.
Aus der Besprechung dieser Restaurierung wird das Fazit gezogen, dass die Arbeiten von Bakker & Timmenga bis ins Detail von einer großen Liebe zum Fach zeugen. Es wurde integer mit dem historischen Material umgegangen, während Reparaturen und Rekonstruktionen stilecht ausgeführt wurden.



Photos Jan Smelik