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Gerben Mourik “...der neue Geist ist schon lebendig, aber noch nicht deutlich hörbar”. Die Suche nach brauchbarer, neobarocker Choralmusik für den Kirchenorganisten, 1930-1980
Het ORGEL 111 (2015), nr. 5, 22-37 [Zusammenfassung]



Im Zusammenhang mit sozialen, politischen und religiösen Entwicklungen fanden im vergangenen Jahrhundert wichtige Veränderungen in der protestantischen Welt statt, die auch die Kirchenmusik nicht unberührt ließen. Neue ästhetische, gottesdienstliche und liturgische Ideale äußerten sich in neuen Ansichten über Orgeln, die Kirchenmusik und die Aufgabe und Bedeutung des Organisten. In der Zeit des Neobarock waren tonangebende Theologen und (Kirchen-)Musiker sehr beschäftigt damit, die Kirchenorganisten mit guten (sprich: neobarocken) Instrumenten und guter Musik zu versorgen. Dabei ließ man sich durch die Neobarock-Bewegung in Deutschland inspirieren.
Im Artikel wird die neobarocke Periode vor allem anhand von Aktivitäten beschrieben, die dazu führen mussten, dass protestantische Kirchenorganisten mit einfacher und brauchbarer Choralmusik versorgt wurden. Wichtig in diesem Zusammenhang war das Erscheinen des “Handboek voor de Kerkorganist” 1948. Im selben Jahr erschien auch ein dreiteiliges Choralbuch zum “Hervormde Bundel” von 1938. Anhand von Choralbearbeitungen und -sätzen aus diesem Choralbuch werden im Artikel Komponisten besprochen, die der niederländische Choralkunst der Nachkriegszeit ihren Stempel aufgedrückt haben.



Bijlage:
Selectie van cd-opnamen met werken van componisten die in het artikel genoemd worden



Choralbuch 1948


Handboek-voor-de-kerkorganist (Handbuch für den Kirchenorganist)