Artikeln

Konrad Küster Die Orgelkultur der Marschen
Het ORGEL 111 (2015), nr. 4, 26-35 [Zusammenfassung]



Vom 27. Juli bis zum 19. August 2015 ist in der Martinikerk zu Groningen die Ausstellung “Orgeln an der Nordsee – Die Kultur der Marschen” zu sehen. Es geht um eine transportable Multimediapräsentation mit Fotos, Texten, Filmen und Klangbeispielen.
Die Orgelkultur der Marschen entlang der Nordsee ist beeindruckend, aber bildet zugleich ein vergessenes Kapitel in der Geschichte der europäischen Kulturgeschichte. Die Orgeln der Marschen befinden sich nicht allein in den Kirchen der wenigen Städte in dieser Region, sondern vor allem in den Dorfkirchen. Um einen guten Eindruck von dieser Orgelkultur zu bekommen ist es wichtig, die Zusammenhänge im Hintergrund, wie z.B. die geographischen und historischen Merkmale, in Augenschein zu nehmen. Im Artikel wird danach untersucht, welche Musik auf den Orgeln erklang. Es sind nur wenige Kompositionen erhalten geblieben; es wurde hauptsächlich improvisiert. Als die drei wichtigsten Elemente der Orgelmusikkultur nennt der Autor: 1) den Beginn zwischen 1450 und 1580, 2) die Entwicklungen in der calvinistischen Praxis, wobei die Gottesdienste mit Orgelmusik umrahmt wurden und der Gemeindegesang auf der Orgel begleitet wurde, und zum Schluss 3) die lutherischen Versuche, die himmlische Musik so weit als möglich auf die Erde zu holen.



 


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