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Auke H. Vlagsma Hermann Raphaëls Rodensteen. Ein niederländischer Orgelbauer in Deutschland zur Zeit der Renaissance
Het ORGEL 111 (2015), nr. 2, 12-23 [Zusammenfassung]



Hermann Raphaёls Rodensteen war ein Sohn des Orgelbauers Raphaël Rodensteen, der von ca. 1535 bis zu seinem Tod (kurz vor 1562) in Bolsward lebte und davor einige Zeit in Vollenhove ansässig war, wo er 1527 das Bürgerrecht erhielt. Er wanderte nach Deutschland aus, da es im nördlichen Teil der Niederlande östlich der Zuiderzee keine Arbeit von Bedeutung mehr für Orgelbauer gab. Rodensteen, der in Deutschland “Rottenstein” genannt wurde, ließ sich 1559 in Zwickau nieder.
Aus der erhalten gebliebenen Korrespondenz wird deutlich, dass Hermann nicht nur ein hervorragender Orgelbauer, sondern auch ein guter Geschäftsmann war und die Gabe besaß, Menschen für sich zu gewinnen. Das erklärt, dass er zwischen 1553 (Bau der Orgel in Roskilde) und 1580 eine ansehnliche Zahl von Arbeiten ausführte, vor allem in Sachsen und in Bayern. Im Artikel werden seine Arbeiten besprochen. Die Forschung über Rottensteins Werk ist aus niederländischer Sicht sehr wichtig, da sie Informationen liefert, die in den Niederlanden nicht mehr zu finden sind. Der Artikel endet mit einer Beschreibung von Rottensteins Baustil.



Roskilde - Photo: Jan Smelik


Prospektentwurf für die Rottenstei -Orgel von 1569 in der Schlosskapelle in Schellenburg
Quelle: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchif Dresden, 10036 Finanzarchiv, Loc. 35801 Rep. 8, Dresden Nr. 4, Anfertigung neue orgel in die Schlosskirche Schellenburg 1569