Artikeln

Victor Timmer & Ton van Eck Charles-Marie Philbert und die Orgel: die frühen Jahre
Het ORGEL 110 (2014), nr. 6, 4-15 [Zusammenfassung]



Charles-Marie Philbert verbrachte nahezu sein gesamtes Berufsleben auf diversen französischen Konsular-Posten in den Niederlanden, zuletzt als Generalkonsular. In seiner Freizeit beschäftigte er sich mit Orgelbau und allem, was damit zusammenhing. Dieser Artikel geht dem nach, wie er in den vorhergehenden Jahren zu seiner Kenntnis und den Fertigkeiten auf diesem Terrain gekommen sein kann. Die Basis dafür wurde wahrscheinlich während seiner Schulzeit gelegt. Er verbrachte viele Jahre in dem seinerzeit berühmten Jesuiten-Internat Saint Michel in Fribourg (CH). Er genoss dort eine sehr gediegene und breit gefächerte, qualitativ hochstehende Ausbildung. Auffällig war der große Schwerpunkt innerhalb des Curriculum für diverse Kunstformen. Besonders die musikalischen Aktivitäten des Internats waren berühmt, und daran nahm der junge Philbert intensiv teil. Dort entstand auch seine Begeisterung für das Phänomen “Orgel”, möglicherweise noch angeregt durch die Anwesenheit von Jacques Vogt, Organist der neuen großen Mooser-Orgel (1834) in der Stiftskirche Saint Nicolas in Fribourg, als Musiklehrer und Instrumentalist im Internat. Über die Periode 1847-1849, als sich Philbert in Paris aufhielt und er auch in der Werkstatt von Cavaillé-Coll seine Kenntnisse im Orgelbau vertiefte, ist noch wenig bekannt. Nachdem er 1849 in den konsularischen Dienst in Den Helder (NL) getreten war, beschäftigte er sich weiterhin mit Orgeldingen, in späterer Zeit manchmal auch im Kontakt mit anderen ehemaligen Internatsschülern.





Die Mooser-Orgel (1834) von St.-Nicolas in Fribourg


Modellorgel Jean Mooser 1836 (Photo: Ton van Eck)


Modellorgel Jean Mooser 1836 (Photo: Ton van Eck)