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Victor Timmer Das Scheidemann-Selle-Symposium in Hamburg. Ein Rückblick
Het ORGEL 109 (2014), nr. 1, 14-17 [Zusammenfassung]



Vom 05.-08. September vergangenen Jahres wurde in Hamburg ein großes Symposium zwei berühmten und prägenden Musikern der Stadt im 17. Jahrhundert gewidmet, nämlich dem Organisten Heinrich Scheidemann und dem Kantor Thomas Selle. Beide starben vor 350 Jahren im Pestjahr 1663. Auch wurde im dem Jahr (= 2013) die neue rekonstruierte “alte” Orgel der Katharinenkirche in Gebrauch genommen, das Instrument, an dem Scheidemann viele Jahre tätig war und auch Selle regelmäßig von sich hören ließ. Das Programm war gleichmäßig auf eine Anzahl von Schwerpunkten verteilt, welchem jeweils fünf Vorträge zugeordnet waren: (a) mehr allgemeine Aspekte des Hamburger Musiklebens in der Zeit, (b) Scheidemann, (c) Selle und (d) die Orgel, insbesondere die der Katharinenkirche. Ebenso gab es eine kleine Ausstellung mit Autographen von Scheidemann und Zeitgenossen aus Hamburg. Daneben wurden noch neun Konzerte gegeben, deren Programme sich auf die genannten Themen bezogen. Anschließend an das Symposium fand am 09. und 10. September obendrein noch ein Meisterkurs “Scheidemann” an der Katharinenorgel statt. Organisation und Programmzusammenstellung des sehr gelungenen Symposiums gingen auf die Rechnung des Musikwissenschaftlers Ulf Grapenthin, in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Museum (wo die meisten Vorträge gehalten wurden), der örtlichen Hochschule für Musik und Theater und der Hauptkirche St. Katharinen. Einer erlesenen Auswahl an Rednern lauschten 50 Zuhörer aus verschiedenen Ländern (z.B. Deutschland, Russland, Schweden, USA, Belgien und den Niederlanden). Unser Land stellte drei Redner und drei Zuhörer. Die kompletten Texte aller Vorträge sollen bei Gelegenheit in einem Symposiumsbericht veröffentlicht werden.