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Jan Smelik Neue Chancen für den Stadtorganisten
Het ORGEL 109 (2013), nr. 4, 18-24 [Zusammenfassung]



In den vergangenen drei Jahrzehnten haben zehn niederländische Städte die Funktion des Stadtorganisten erneut ins Leben gerufen. Momentan gibt es vierzehn Stadtorganisten. Um einen guten Eindruck davon zu erhalten, wie die Funktion in diesem Moment ausgefüllt wird, wurde unter den Stadtorganisten eine Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse davon werden in diesem Artikel zusammengefasst. Nur ein paar Stadtorganisten haben eine feste Anstellung mit dazugehörigem Honorar. Auch gibt es Unterschiede im Bezug auf das Aufgabenpaket, aber im ganzen genommen haben Stadtorganisten die Aufgabe, das Orgelspiel bei offiziellen Gelegenheiten zu besorgen, Orgelkonzerte zu geben, Konzerte zu organisieren und die Orgeln zu verwalten. Der Stadtorganist kann von großer Bedeutung für die niederländische (Orgel-)Kultur im 21. Jahrhundert sein, zumal da immer mehr Kirchengebäuden ihre gottesdienstliche Funktion entzogen wird. Diese Gebäude mit ihren monumentalen Orgeln sind aus unterschiedlichen Gründen für die Stadt selbst und den Tourismus wichtig. Die vielfältige Bedeutung des Gebäudes kann der Stadtorganist sinnvoll unterstützen und verstärken. Von ihm oder ihr sind da Erfindungsgabe, Kreativität und Flexibilität im Suchen nach Möglichkeiten gefragt, die Orgel in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen zu präsentieren. Aus kulturellen, religiösen und sogar ökonomischen Gesichtspunkten gibt es gute Gründe, um Stadtorganisten anzustellen.






Pieter Saenredam: Innenraum ehemalige Mariakerk Utrecht 1638