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Jaap den Hertog Das Utrechter Orgelarchiv Maarten Albert Vente - Eine reiche Quelle für die Zukunft
Het ORGEL 108 (2012), nr. 6, 14-21 [Zusammenfassung]



Der Historiker Maarten Albert Vente (1915-1989) beschäftigte sich intensiv mit dem wissenschaftlichen Studium der Geschichte der niederländischen Orgel, wobei er sich auf die Gotik, die Renaissance und den frühen Barock beschränkte. In seine Untersuchungen bezog er auch Deutschland, Flandern und Frankreich mit ein um zu sehen, welche Einflüsse aus den Niederlanden dorthin kamen. Um ein anschauliches Bild der Entwicklungen zu bekommen, besuchte er Archive, bezog Archivbeamte mit ein und nahm an einem internationalen Netzwerk von Orgelforschern teil. So baute er seine Dokumentation auf, einen Reichtum an Primärquellen.
Vente übertrug sein Archiv an die Universität von Utrecht, wo es unter Leitung von Jan Boogaarts, Joost van Gemert und Paul Op de Coul stetig erweitert wurde. Dadurch ist ein Orgelarchiv mit nun mehr als 130.000 Archivstücken entstanden. In der heutigen Aufstellung umfasst es ca. 110 Regalmeter und zwei Karteikästen. Im Jahre 2000 wurde die Stiftung Utrechts Orgelarchief Maarten Albert Vente mit dem Ziel gegründet, alle Materialien zu konservieren und zu erschließen, so dass sie der Forschung zur Verfügung stehen. Das Utrechter Orgelarchiv umfasst momentan die Archive der Orgelbauer Bätz-Witte, Smits, Ypma, Vermeulen und Nöhren und Strubbe. Ebenso besitzt das Archiv wichtige Unterlagen des Orgelbauers Maarschalkerweerd. Weiterhin besitzt das Utrechter Orgelarchiv die Archive der Orgelsachverstädigen Lambert Erné (1915-1971), Johannes G. Legêne (1915-1996), Klaas Bolt (1927-1990) und Arend Jan Gierveld (1932-2006). Zum Schluss ist das Archiv des Predikanten A.J. Kret (1928-1993), Vorsitzender der Stiftung Orgelcentrum, im Utrechter Orgelarchiv untergebracht.