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Victor Timmer Nicolaas Arnoldi Knock: ‘Ein Amateur erster Klasse’ (Teil 2: Über seine Beziehung zu Abbé Vogler und über die Dispositien
Het ORGEL 108 (2012), nr. 5, 4-13 [Zusammenfassung]


Der zweite Teil dieses Artikels handelt von der Beziehung zwischen Knock und Abbé Vogler, einem umherreisenden Orgelvirtuosen. Georg Joseph Vogler war zu seiner Zeit ein berühmter Musikwissenschaftler, Dirigent und Komponist, der in ganz Europa mit seinen Orgelkonzerten Aufsehen erregte, wobei vor allem impressionistische Klanggemälde viel Eindruck auf das große Publikum machten. Er ließ sich eigens dafür durch den Rotterdamer Orgelbauer J.P. Künckel ein Orchestrion (große transportable Orgel) bauen. Vogler war auch einige Male in den Niederlanden auf Tournee. 1786 organisierte Knock für ihn zwei Konzerte in Leeuwarden. Kurze Zeit später spielte Vogler auch zweimal in Groningen, möglicherweise auch durch die Vermittlung von Knock. Von diesen zwei Konzerten sind die Programme erhalten geblieben. In dieser Zeit müssen Knock und Vogler sich getroffen und die nötigen Informationen ausgetauscht haben. Davon zeugen z.B. ein Eintrag Voglers im Album Amicorum von Knock, einige von Vogler erhaltene Dispositionen in Knocks Dispositien, ebenso die Programmplanungen von einigen Konzerten durch Knock. Er war damit übrigens nicht der einzige in den Niederlanden und noch Jahrzehnte danach tauchten Stücke wie “Bataille”, “Die Schlacht bei Waterloo” etc. auf Konzertprogrammen auf.
Zum Schluss wird noch näher auf das Büchlein eingegangen, durch das Knock berühmt wurde, seine Dispositien von 1788, geschrieben als Fortsetzung und Ergänzung zum gleichnamigen Werk von Joachim Hess von 1774. Genau wie Hess bekam er seine Informationen vor allem durch eigene Nachforschungen, aus der Literatur und aus den ihm von den jeweiligen Organisten zugesendeten Informationen. Knock ist der erste Autor, der Dank der großen Zahl von Dispositionen besonders Friesland auf die Orgelkarte gesetzt hat. Der letzte in einer Reihe von Nachfolgern ist Jan Jongepier, dessem Gedenken der gesamte Artikel gewidmet ist.



Beilage A: Brief Abt Vogler 2. März 1786

Bieiage B: Annonces Konzerte durch N.A. Knock in 1792


Vorderseite des Albums amicorum von N.A. Knock. Rechts die Seite mit det Inschrift von Abt Vogler
Format 18,6 x 11,9 cm Dicke 2, 2 cm; Material: Leder; In goldenen Lettern auf der Vorderseite eingeprägt: 'ALBUM AMICORUM N.A.KNOCK',

Hinterseite: 'ANNO 1779'. Format: 18,4 x 11,25 cm, Gold-kantigen Seiten; Numerierung später mit Bleistift. Auf der nächsten Seite mit Stift einige Notizen aus späterer Zeit über Knock (Zum Beispiel geboren in Rotterdam, grietman von Stellingwerf-Oosteinde und Mitglied "Staten van Friesland" für Zevenwouden in 1785; erj wohnte in Makkinga wo er [nicht richtig]  in 1794 starb un er war 'Ernstig beoefenaar en kenner van de Muziek'). Fotos: D. Vennema



Georg ]oseph (Abt) Vogler. Lithographie (wie gedruckt in das 'Neujahrsgeschenk') von A. Grater nach eine Kupferstich von Dürmer, nach das bekannte Ölgemälde durch August Friedrich Oelenhainz uit 1799