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Olga de Kort-Koulikova Das Organiseren von Orgelkonzerten: ein Spezialgebiet? Teil 1: Eine russische Dissertation
Het ORGEL 108 (2012), nr. 2, 11-15 [Zusammenfassung]


Jedes Jahr öffnen dutzende von niederländische Kirchen und Konzertsälen ihre Türen für morgen-, mittag- und abendfüllende Konzerte. Jedes Jahr knien sich Stiftungen und Orgelfreundeskreise über die Programmgestaltung, die Öffentlichkeitsarbeit, die Fördergelder, die Höhe der Vergütungen und die Kosten für die Heizung. Und jedes Jahr kommt wieder die Frage auf, die jeden beschäftigt: wird dieses Konzert, diese Konzertreihe oder dieses Orgelfestival wohl ausreichend Besucher anziehen? Die Besucheranzahl hat nämlich Einfluss auf die Rentabilität von Konzerten, auf die Fördergelder, die Vergütungen, die Heizung und die Programmgestaltung.
Diese Fragen spielen nicht nur allein in den Niederlanden sondern z.B. auch in Russland eine Rolle. Russland besitzt keine jahrhundertealte Orgeltradition, aber die Aufmerksamkeit für die Orgel hat seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts einen ziemlichen Höhenflug erreicht. Neue Orgeln, eine wachsende Zahl von Orgelstudenten und eine interessierte Öffentlichkeit haben in nur 30 Jahren für das Entstehen von kleinen und großen Konzertserien, Orgelfestivals und anderen Orgelveranstaltungen gesorgt. 2010 wurde die erste Dissertation über das Managen von Orgelkonzerten verteidigt. Der Autor Oleg Belotserkovsky ist Dozent für Kammermusik am Konservatorium in Saratov und Direktor der dortigen Schule für die Künste. Ebenso ist er die treibende Kraft hinter seiner eigenen Agentur Maestro und Organisator von Orgelkonzerten und internationalen Orgelfestivals in Saratov. In diesem Artikel wird seine Doktorarbeit besprochen, auch im Gegenlicht zur Situation in den Niederlanden.





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